Demonstrator Automatisiertes Gokart

Raum 1.126

In Zukunft werden eingebettete elektronische Systeme auch im Kraftfahrzeug mehr und mehr in Bereiche vorstoßen, in denen Menschenleben vom fehlerfreien Funktionieren dieser Systeme abhängen. Ein Beispiel dafür sind sogenannte by-wire-Systeme, wie sie heute bereits zur Steuerung von Flugzeugen eingesetzt werden. Brems- und Lenkfunktionen sollen dabei vollelektronisch – ohne mechanische Verbindung – über verteilte Steuergeräte realisiert werden. Solche sicherheitskritischen Aufgaben können nur durch ein System mit aktiver Redundanz zuverlässig ausgeführt werden. Der Ausfall einer beliebigen Komponente des Systems darf dabei nicht zu einer Störung des Gesamtsystems führen. Neben neuen Konzepten für die Steuergeräte-Hardware werden auch neue Kommunikationssysteme und Protokolle benötigt, die aktiv redundante Komponenten unterstützen und zudem ein deterministisches Zeitverhalten aufweisen. FlexRay wurde speziell für sicherheitskritische Systeme entwickelt. Eine weitere ganz wesentliche Rolle spielt bei derartigen heterogenen Systemen die auf den Mikrocontrollern implementierte Software, die dem angestiegenen Funktionsumfang, der Komplexität der Systeme und dem Sicherheitsaspekt Stand halten muss.

Als Anwendungsbeispiel für FlexRay und entsprechend hierfür notwendige Applikationssoftware verteilter, sicherheitskritischer Echtzeitsysteme wurde der Demonstrator IAS-Kart aufgebaut. Für das IAS-Kart wurde die vorhandene rein mechanische Lenkung eines Kettcar zu einer steer-by-wire-Anwendung umgerüstet. In der derzeitigen Realisierung sind Mechanik, Aktoren und Sensoren einfach ausgelegt. Im Mittelpunkt steht die Architektur des verteilten Systems sowie die Konzeption und Realisierung von Software für verteilte Echtzeitsysteme mit dem Ziel, aktuelle Ergebnisse aus Forschungsarbeiten am IAS anschaulich darstellen zu können.

Ansprechpartner am IAS

Philipp Marks, M.Sc.
Pfaffenwaldring 47, 1. Stockwerk, Raum 1.113

Telefon: +49 711 685 67293
Telefax: +49 711 685 67302