Demonstrator Automatisiertes Cockpit

Raum 1.126

Moderne Automatisierungssysteme sind durch einen stark wachsenden Elektronik-Anteil gekennzeichnet. Im Automobilbereich werden beispielsweise zunehmend Funktionen durch elektronische Steuergeräte realisiert, wobei die auf dem Steuergerät ablaufende Software einen wesentlichen Anteil der Funktionalität erbringt. Ein Beispiel für einen typischen Steuergeräteverbund im Bereich Kraftfahrzeugelektronik ist der in Abbildung 1 gezeigte Modellprozess IAS-Cockpit.

Das IAS-Cockpit besteht aus einer Citroen Xsara Frontscheibe mit Regensensor, Wischermotor und Wischergestänge sowie einer Mercedes-Benz S-Klasse Fahrzeugtür, welche einen elektrischen Fensterheber und Außenspiegelverstellung enthält. Als Bedien- und Anzeigeelemente für den Fahrer sind ein Citroen Xsara Lenkstockhebel für das Wischersystem, ein VW Golf Bedienfeld für die Fahrzeugtür und ein Mercedes-Benz S-Klasse Kombiinstrument zur Visualisierung von Informationen vorhanden. Die verwendeten Cockpit- und Karosserieelektronik-Bauteile sind größtenteils Bosch-Serienentwicklungen für die genannten Fahrzeugtypen.

Abbildung 2 zeigt die Systemarchitektur des IAS-Cockpit. Das Karosserieelektroniksystem besteht aus drei über CAN-Bus vernetzten Steuergeräten. Die Softwareentwicklung erfolgt einzig für das als zentrales Steuergerät verwendete Experimentalsystem ES1000. Die Steuergeräte der Fahrzeugtür und des Kombiinstruments sind Serienprodukte und werden von der Software im zentralen Steuergerät nur über CAN-Botschaften beeinflusst. Die Steuerungssoftware für das Experimentalsystem ES1000 kann mit Hilfe des Modellierungs-, Simulations- und Codegenerierungswerkzeugs ASCET-MD mit der Erweiterung ASCET-RP für das Rapid-Prototyping komfortabel und schnell auf einem Host-PC entwickelt werden. Über die direkte Anbindung des Host-PCs an das Target-Experimentalsystem kann die entwickelte Steuerungssoftware auf dem Experimentalsystem sehr schnell zur Ausführung gebracht werden. Monitoring-Daten können über diese Verbindung ebenfalls aufgezeichnet werden und im Werkzeug ASCET komfortabel visualisiert werden. Abbildung 3 zeigt ein Beispiel für die Modellierung von Steuerungssoftware in ASCET.

Ansprechpartner am IAS

Dipl.-Ing. Sebastian Abele
Pfaffenwaldring 47, 1. Stockwerk, Raum 1.115

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