Demonstrator Automatisierte Waschmaschine

Raum 2.146

Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Internet-Technologien in der Automatisierungstechnik beschäftigt sich das IAS mit Fernservice-Lösungen für eingebettete Systeme. Unter eingebetteten Systemen versteht man dabei integrierte mikroelektronische Steuerungen, wie sie heute in einer Vielzahl von Produkten - auch des alltäglichen Lebens - enthalten sind. Mit Fernservice werden Dienstleistungen bezeichnet, die aus der Ferne, beispielsweise über das Internet, durchgeführt werden können. Bekannte Vertreter dieser Dienstleistungen sind die Ferndiagnose oder auch die Fernwartung. Der Einsatz von Internet-Technologien ermöglicht die Realisierung von Fernservice-Lösungen auch für eingebettete Systeme. Diese stellen besondere Anforderungen an Ressourceneffizienz und Kostenminimierung.

Bei der am Institut vorhandenen Maschine handelt es sich um einen handelsüblichen Waschtrockner, der als Erprobungsbeispiel für die Forschungarbeiten des Instituts herangezogen wird. Im einem Bottich befindet sich drehbar gelagert die eigentliche Wäschetrommel. Über einen Wasserzulauf kann die Trommel mit Wasser gefüllt werden. Dabei fließt das Wasser durch den Spülkasten, in dem sich das Waschmittel befindet. Ein Verteiler sorgt dafür, dass gemäß Waschprogramm die richtige Kammer durchspült wird. Im Bottich sorgt ein Heizstab dafür, dass das Wasser auf die gewünschte Temperatur erwärmt wird. Die Bottichentlüftung verhindert dabei, dass sich auf Grund des Einfüll- und Erhitzungsvorgangs ein Überdruck im Bottich aufbauen kann, der die Maschine beschädigen könnte. Während des Waschvorgangs wird mittels Umlaufpumpe eine kontinuierliche Durchfeuchtung und Spülung der Wäsche gewährleistet. Ist der Waschvorgang abgeschlossen, sorgt die Ablaufpumpe für eine Entleerung des Bottichs, wobei ein vorgeschaltetes Flusensieb ein Verstopfen der Wasserleitung verhindern soll. Anschließend tritt die Trocknereinrichtung in Kraft, bei der durch eine spezielle Heizung erwärmte Luft über einen Ventilator in den Bottich eingeblasen wird. Über eine weitere Öffnung kann die Luft den Bottich wieder verlassen, so dass eine Zirkulation entsteht. Die während des Überströmens der Wäsche durch die Luft aufgenommene Feuchtigkeit schlägt sich außerhalb des Bottichs an einer mit Wasser gekühlten Fläche nieder. Daher spricht man auch von einem sogenannten Kondensationstrockner, der über eine Kondensationseinheit verfügt. Neben den bereits angesprochenen Aktoren gibt es noch eine Reihe von Sensoren, wie Wassertemperatursensoren oder Füllstandssensoren, die für den Ablauf des Waschprogramms notwendig sind.

Für den oben beschriebenen Waschtrockner wurde ein Ferndiagnosesystem realisiert, welches die Erkennung von 54 Fehlern aus der Ferne ermöglicht. Das System lässt sich über einen gängigen Internet-Browser bedienen und kann einfach um neue Diagnosefälle erweitert werden.

Ansprechpartner am IAS

Philipp Marks, M.Sc.
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